20 Jahre JBK Fautenbach-Önsbach

Marie und Noah (Foto: privat), die Kinder von Verena Bahls, Dirigentin der Jugendblaskapelle Fautenbach-Önsbach (JBK), sind angesteckt. Angesteckt vom Jubiläum „20 Jahre Jugendblaskapelle“ und zwar wegen des Zusatzes „Fautenbach-Önsbach“. So lange besteht die wunderbare Zusammenarbeit der beiden Musikvereine auf dieser musikalischen Jugendebene. Doch weil die aktuellen Einschränkungen kein musikalisches Feiern zulassen und die 20-jährige Kooperation der beiden Vereine nächstes Jahr nachgeholt werden soll, war eine Alternative gefragt. Am besten dann, wenn eigentlich das Probewochenende der JBK abgehalten werden sollte. Und das ist seit langem am letzten Wochenende der Fasnachtsferien. Also hat die Chefin mit ihren fleißigen Helfern 65 Tüten für „ihre“ Musiker/-innen gerichtet. Was steckte drin? Natürlich Noten, sogenannte Play along-Noten, mit denen man „sein“ Instrument als Solostimme spielt und gleichzeitig ist übers Internet die Begleitung abrufbar, wie ein Mini-Orchester. Natürlich Gummibärchen, eine Grußkarte, ein Musikquiz und Knabberzeug für die Videokonferenz am Samstag, 20. Februar. Von 19 bis 20 Uhr hatten sich 40 Jungmusiker bei Verena Bahls eingewählt, gefeiert und auch Ideen gesammelt, wie man das Jubiläum nachholen könnte. So steht fest, dass man 2022 „20 + 1 JBK Fautenbach-Önsbach“ begehen möchte. Drücken wir die Daumen, dass das möglich ist.

Schmutziger Durschdi mal anders

1000 Träume“ oder das Lied vom alten Häuptling erklangen beim närrischen „Balkonblasen“ am Fasnachtssonntag in der Turnierstraße. Damit endete auch schon die „furzkurze Narrezitt“ der Fautenbacher Ziwwl-Guggys.

Deren Chef Gabriel Genter (Foto: Musikverein) hatte mit seinem Team erstmals zur digitalen Party am Schmutzigen Donnerstag eingeladen. Damit alle die gleichen „Startbedingungen“ hatten, wurden Fasnachts-Gugge (siehe Foto) zu den Aktiven in Fautenbach und Umgebung gebracht. Über 40 Zuschaltungen zeugten abends von einer großen Sehnsucht nach Wiedersehen. Auch die Babys der Musiker rückten ins Bild und wurden bejubelt und nach Wangen ging eine Schaltung. Dort tanzte man in die Nacht hinein. Ehrenmitglied Franz Sucher brachte es auf den Punkt: „Ich bin stolz auf euch alle. Ihr seid tolle Kameradinnen und Kameraden.“

"weißes Gold"

Was haben Gänseblümchen, Ingwer und Meerrettich gemeinsam? Alle wurden zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt - der Meerrettich für dieses Jahr. Das sieht der Musikverein als positives Omen fürs Ziwwl-Fest (9./10. Oktober), denn dort soll es auch wieder Genüsse mit dem „weißen Gold“, so eine Bezeichnung der weißen Wurzel, geben. Der Meerrettich ist für Fautenbach (noch) eine Rekordpflanze, verleiht er dem Dorf doch die Auszeichnung, größte Meerrettichanbaugemeinde in Baden-Württemberg zu sein. Welche umwerfenden Attribute die Wurzel auf sich vereinigt, kann man nicht nur beim Ziwwl-Fest erleben und lesen. Bei den Aktionstagen der Gläsernen Produktion gab es viele Köstlichkeiten mit der Pflanze, ob als Gewürz oder als „Medizin“ (ätherische Öle) und man erfuhr auch, dass die Landwirte unzählige Mal ihren „Buckel krumm machen“ müssen, bis das Produkt verarbeitungsreif auf dem Tisch liegt.

Premiere beim Musikverein

Die erste digitale Vorstandssitzung fand statt, auch mit den Vertretern des Fördervereins und mit Dirigent Jürgen Mehrbrei als Gast. Vorstandsfrau Theresa Bauer lud rechtzeitig dazu ein und nach ein paar technischen Klärungen lief die einstündige Videobesprechung reibungslos. Es wurden und werden verschiedene Möglichkeiten überlegt, wie man sich wieder musikalisch präsentieren könne. An Fastnacht gibt es vom befreundeten Verein aus Wangen eine Einladung zur Party am Bildschirm. Für die Fautenbacher Musiker will man auch etwas machen. Ob das Jahreskonzert stattfinden kann, wird geklärt. Bange Blicke gehen Richtung 1. Mai, denn das Musizieren im Dorf „wäre absolut wünschenswert", heißt es aus Musikerkreisen. Die Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen werden vom Verband verschoben. Weitere Termine und Ideen, wie man die Kontakte untereinander pflegen könne, will man im ersten Halbjahr realisieren. Die nächste Sitzung wolle man wieder als Präsenzveranstaltung abhalten, so die Hoffnung.

Schneemänner

Schaffen wir es, bis heute Abend zehn Schneemänner zu bauen, die was mit Musik und unserem Verein zu tun haben?“ Am Sonntag, 17. Januar, 10:46 Uhr, sandte Melanie Schindler den Aufruf mit „ihrem“ Flöten-Schneemann in die Musikerrunde. Sie und Nina Decker verwalten die Instagram- und Facebook-Kanäle des Musikvereins. Klar, bei dieser Schneelage mussten musikalische Schneemänner her. Um 13.43 Uhr gesellte sich die zweite Flötenvariation dazu. Und dann ging es Schlag auf Schlag mit Posaune, einer „stillenden“ Schneemama (vielleicht, weil es in den letzten Monaten so viel Nachwuchs im Musikverein gab?), mit Sixpack-Bauch, beim Ziwwl-Sack-Heben, als hoffnungsvolle Ziwwl-Züchterin (Foto), mit Blockflöte, als Alphornbläser, als Mitglieder der Jugendblaskapelle, die Flötistin aus der Schwonzgass, aus Freiburg der Fasnachtsschneemann oder dem Musiker aus Scherwiller. Mit einem Augenzwinkern zählte man auch die beiden fröhlichen Fastnachter dazu, die leicht oder stark angesäuselt auf und vor der Bank von „s’Kiafer-Maxe“ (Ringstr. 11) schon auf die fünfte Jahreszeit angestoßen haben.