Hauptversammlungen

Hauptversammlung des Fördervereins

Am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr, wird die Versammlung in der Sport- und Festhalle Fautenbach stattfinden. Der Rückblick auf zwei Geschäftsjahre beinhaltet Tätigkeits-, Kassen- und Vorstandsbericht. Eine Satzungsänderung hat man vor und ein neuer Vorstand wird gewählt. Trotz der umfangreichen Tagesordnung will man um 20 Uhr fertig sein.

 

Hauptversammlung des Musikvereins

Im Anschluss an den Förderverein lädt der Musikverein zu seiner Hauptversammlung ein. Ab 20 Uhr hören Mitglieder und Interessierte an gleicher Stelle die Berichte. Es wird Ehrungen verdienter Musikanten geben und Vorstandswahlen.

Für die Teilnehmer beider Veranstaltungen gelten die tagesaktuellen Coronavorschriften.

„Schmotzige Dunschtig“

Freunde“ steht auf dem Shirt einer Fautenbacher Musikerin. Und als Freunde aus Fautenbach kam die Gruppe um Alexander Litterst (l.) am 23. Februar in Wangen (Bodensee) an. Die Gastfreundschaft der „Seehasen“ war wie immer großartig. Der „Schmotzige Dunschtig“ der Narrenzunft „Mondfänger“ hat im Dorf auf der Halbinsel Höri große Tradition. So zog man „in aller Herrgottsfrühe“ zum Wecken durch das Dorf – bei bitterer Kälte. Durch die aktuellen Abstandsregeln musste sehr viel in Distanz geschehen. Trotzdem waren alle Fautenbacher begeistert ein Teil der Narrenmusik: bei den Handwerkerstationen, wo es zu essen und zu trinken gab, bei der Kindergartenbefreiung, beim Sturm auf das Rathaus und beim Stellen des Narrenbaums. Der anstrengende Tag mündete in den abendlichen Hemdklonker-Umzug mit finaler Party im Freien. Voll mit Eindrücken, aber auch müde, kehrten die „Freunde“ am Freitag nach Fautenbach zurück. Von links Alexander Litterst, Tobias Ganter, Nadja Serr, Leonie Pfau, Thomas Ell, Maximilian Droll, Clemens Burgert, Lina Hartwig, Jonathan Roth, Antonia Kopp, Jasmin Wieber, Jule Reimann, Niklas Kiefer.

Blasmusiker sind dauerhafte kulturelle Brückenbauer

Wie haben wir zu Beginn der Pandemie 2020 mit unseren Freunden aus der Partnergemeinde Scherwiller mitgefiebert, dass deren schwierige gesundheitliche Lage gut bewältigt werden konnte. Sogar einen Transport mit Gebackenem und Helfendem konnte erfolgreich realisiert werden. Mittlerweile sind wir und die Elsässer im Grunde „über dem Berg“ und man findet wieder Gefallen am öffentlichen Leben, insbesondere an der Kultur. Da passt es gut, dass eine sechsköpfige Delegation des Musikvereins am vergangenen Samstag in Scherwiller weilte. Die Musique Harmonie Ste. Jeanne d’Arc realisierte das erste Konzert seit Ausbruch von Corona. 2020 konnte man im Januar noch musizieren. Auch damals hörten Fautenbacher zu. Danach herrschte Funkstille bei der Blasmusik und vielen anderen kulturellen Bereichen. Die Fautenbacher Musiker hatten 2020 die tolle Idee eines Klappstuhlkonzertes und letztes Jahr bauten sie die Konzertbühne gleich zweimal auf dem Bolzplatz auf. Seit Sommer, so berichten die Scherwiller, probe man wieder und alle fieberten dem jetzigen Konzert entgegen, immer mit einer schleichenden Unsicherheit im Nacken, ob die herrschende Covid-Variante doch noch einen Strich durch den Auftritt im Alphonse-Haag-Saal machen würde. Scheinbar ist es ein gutes Zeichen, dass im 55. Jahr der Freundschaft die Blasmusik als Erstes wieder öffentlich auftritt. Denn beide Musikvereine sind sozusagen die dauerhaften kulturellen Brückenbauer in der Beziehung unserer Gemeinden. Man verlor sich nicht aus den Augen, telefonierte oder schrieb sich und blieb so in Kontakt. Eine Scherwiller Delegation weilte letztes Jahr auch beim Ziwwl-Fest-Hock und nahm sogar Leckeres mit über den Rhein. Jetzt also das Konzert der Harmonie. Vor den Hörgenuss setzten die Fautenbacher den geschmacklichen. Im urigen Restaurant „Krone“ gab es Flammekueche satt. Nach dem Zuhören blieb noch Zeit zum Austausch. Viele Grüße wurden bestellt - von hiwwe nach diwwe und umgekehrt. Vorstand Roland Burst musste Präsident Patrick Spiehler leider mitteilen, dass ein Gegenbesuch nicht sein könne, weil das diesjährige Konzert des Musikvereins abgesagt wird. Dafür werde man im Sommer einen großen Konzerttermin realisieren. Am Freitag, 15. Juli musizieren neben Fautenbach auch die Kapellen aus Sasbach und Schwarzach nacheinander, und zum Schluss gemeinsam, bei einem Serenadenkonzert. Im 55. Jahr unserer Jumelage mit Scherwiller sind das doch gute Aussichten.

Fautenbacher in Scherwiller: v.l. Gerhard Burgert, Roland Burst, Susanne Burst, Otmar Schweißgut, Luzia Mark, Franz Sucher. Foto: Musikverein

60. Geburtstag

Als Joachim Droll am 28. März 2015 seinen Abschied als Dirigent vom Musikverein Fautenbach nahm, ging eine 20-jährige Ära zu Ende. Das Ehrenmitglied blieb als Trompeter und Leiter der Rentnerbänd dem Verein erhalten. Sein bedingungsloser Einsatz für die Blasmusik in Fautenbach ist beispielhaft. Und weil die Musiker wissen, was sie an Joachim Droll haben, kamen viele Ständchen-willige Musikanten „einfach so“ in den Waldweg. Anlässlich seines 60. Geburtstages wurde es ein „päpriges“ Freudenfest. Vorstand Roland Burst (l.) überreichte eine Schwarzwälder Kirschtorte. Foto: Musikverein

runder Geburtstag

Vielen Dank für die schöne Musik“, strahlt Claudia Lederer. Von „Klänge der Heimat“ bis zum Böhmischen Traum reicht der Bogen des Geburtstagsständchens für die Klarinettistin und Saxofonistin. Weithin sichtbar prangt die 50 auf der Dekoration am Haus. Deshalb sammelt Joachim Droll aus den Reihen der Rentnerbänd, in der die langjährige Kassiererin auch mitspielt, „ä paar Alte“, um musikalisch zu gratulieren. Das ist nichts Offizielles, einfach „nur so“. Die Musik geht ins Blut, rhythmisches Klatschen fördert bei trockener Kälte die Durchblutung, ein paar Nachbarn freut es auch. Alle bleiben auf Distanz. Auch hier ist sie wieder spürbar – die Bedeutung, dass sich Menschen begegnen: Kurz, mit Musik, einem flotten Spruch und einem Gläschen zum Anstoßen.