Volkstrauertag

Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder

Gleich vier Solisten bietet Dirigent Jürgen Mehrbrei am Sonntag auf. Im Gottesdienst am 14. November, 9 Uhr, singen die Besucher mit Unterstützung des Musikvereins aus dem Gotteslob. Besondere Augenblicke entstehen, wenn Instrumentaltitel präsentiert werden. So beispielsweise zum Einzug („Friends for life“) oder das Finale („Remembrance Day“). Jürgen Mehrbrei vertraut auch Musikern, die sich solistisch einbringen werden: Petra Kopp, Klarinette (Motiv aus dem Film „Schindler’s Liste“), Martin Längle, Gesang (Evangelium), Daniel Hennig, Flügelhorn (Adagio), Elena Genter, Klarinette (May the road rise), Martin Längle, Sprecher (Remembrance Day).

 Informationen zu Remembrance Day

Dieses Werk spielt der Musikverein am Ende des Gottesdienstes. Es ist ein choralartiges Stück zum Gedenken an die Verstorbenen. Die Komposition basiert auf einem Text aus „Totengedenken“, herausgegeben vom Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge, wie es eine Internetquelle schreibt. Hier ein Textauszug:

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und als Flüchtlinge ihr Leben verloren. Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen die Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten. Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung. Wir gedenken heute auch derer, die in diesem Jahr bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind. Wir trauern mit den Müttern und mit allen, die Leid tragen, um die Toten. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt.“

Erinnerung an die gefallenen und vermissten Fautenbacher

Bei der Zeremonie am Volkstrauertag wird der Musikverein mit dem Choral „Über allen Gipfeln ist Ruh“ und dem Kameradenlied am Ehrenmal auf dem Eichberg mitwirken.

Flutopferspende

Unser Hotel hat eine wunderbare Lage direkt an der Ahr. Eingebettet inmitten von Weinbergen.“ So lautete ein Teil der Werbung auf Facebook für das Hotel-Restaurant „Jägerstübchen“ in Mayschoß. Die Juli-Flutkatastrophe im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) zerstörte im 900-Seelendorf Mayschoß auch die Existenz von Karl-Peter und Carola Kempen. Die Familie konnte sich mit Söhnchen Lukas in der Katastrophennacht über die Weinberge retten. „Wir haben nichts mehr, alles ist weg und trotzdem geht es uns gut, weil wir und unsere Mitarbeiter das Leben haben.“ So bilanziert Carola Kempen, die in Fautenbach ihr Elternhaus und Familienangehörige hat, per Eintrag auf Facebook die Flutkatastrophe. Ihr Auto, das mit Werbung für das Jägerstübchen bedruckt ist, konnten sie damals rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Anteilnahme am Schicksal der Familie ist groß. Auch der Musikverein hat sich engagiert und alle Einnahmen des Konzertes vom 18. September gespendet. Das sind die Spenden anstelle von Eintritt und auch alle Einnahmen aus dem Getränkeabsatz, erläuterte Vorstand Roland Burst (r.) den Kempens. Getränke Hauser habe die Initiative auch unterstützt, so dass die kleine Geschenkbox sehr gut gefüllt übergeben werden konnte, erklärt Roland Burst. „Wir danken von Herzen allen Spendern und besonders dem Musikverein für seine Initiative.“ „Spiegel-TV“ hatte in einer Sendung vom 26. Juli über die Zerstörungen durch das Ahr-Hochwasser berichtet. Das Video über das Schicksal der Kempens ist unter folgendem Kurzlink abrufbar: www.bit.ly/3gexBUX (etwa ab der 18. Minute).

"Was bedeutet das, dass an manchen Gräbern Zwiebeln liegen?"

Franz Sucher antwortete den interessierten Gästen auf dem Friedhof: „Der Musikverein bringt nach jedem Ziwwl-Fest eine Zwiebel an die Gräber der verstorbenen Musiker oder mit dem Verein verbundenen Menschen.“ Diese Erinnerungskultur führt der Baritonist im zweiten Jahr aus. 16 rote Zwiebeln, die am Bodensee liebevoll „Bülle“ genannt werden, legte er in diesem Jahr ab. Diesen Ehrendienst übernahm er von Gabi Droll, die übergangsweise bei Klara Burgert mitgeholfen hatte. Die ehemalige Meerrettichköchin des Ziwwl-Festes wiederum hatte nahezu 30 Jahre lang Zwiebeln und manchmal auch Blumen vom Fest ins Auto gepackt und suchte dann jedes Grab auf. Der Zettel mit den handschriftlich vermerkten Namen existiert heute noch.

Ein Hoch auf die Freundschaft!

Wolfgang Mark (v.r.) begrüßte Patrick Spiehler, Julien Frey und Jean-Paul Waller. Beim Ziwwl-Fest-Hock kam es nach langer Abstinenz wieder zu einem Zusammentreffen „von hiwwe un diwwe“. Die dreiköpfige Delegation der Musique Ste Jeanne d’Arc „Harmonie“ Scherwiller hatte neben der Lust, das Fest des Freundschaftsvereins zu besuchen, bekannte Gesichter zu sehen, zu „schwätze und zu esse“ auch eine Zusatzaufgabe. „Harmonie-Musiker gaben uns den Auftrag, neun Mal Ziwwl-Fleisch und einmal Meerrettich mitzubringen.“ Bestellt und mitgenommen. Die Musiker und die Spezialitäten kamen unbeschadet in Scherwiller an.

Frühschoppen

Das Frühschoppenbier schmeckte Franz Sucher (r.) und Alois Burgert bestens. Ihre Ziwwlzöpfe waren bereits vor Beginn des 38. Ziwwl-Fest-Hocks verkauft. Auch die Ziwwlmännle, liebevoll von Heike Zimmer und Aileen Fröhlich erschaffen und verziert, fanden tollen Anklang. Beim Ziwwlköniginwettbewerb hatte Alois Burgert auch seine Finger im Spiel. 200 Setzlinge zog er im Gewächshaus, bevor er sie an die Züchter verschenkte. Jetzt schauen sie hoffnungsvoll auf nächstes Jahr, wenn am Samstagabend (8. Oktober) die Profiblaskapelle aus Mähren „Gloria“ auftreten wird.