Ein Herz für Blasmusik

Dass das Herz für die Blasmusik schlägt, beweist nicht nur Vorstandsfrau Theresa Bauer. Auf Weihnachten hin wurde es im Musikverein lebendig. Zwar ohne Musik, aber mit viel Emotion. Eine Wichtelaktion führte zu Überraschungen vor Heilig Abend. „Mein Wichtelgeschenk stand einfach vor der Tür und wurde bereits mehrfach bewundert“, meldete ein Musiker, der plötzlich einen ausgesägten Tannenbaum sein Eigen nennen durfte. Ein Foto von diesem und vielen anderen Wichtelpräsenten kann man auf Facebook und Instagram nachschauen. Vom Wichtelsocken, über die Notenklammern, Musikertasse, Weihnachtsbier, Blasmusiktasche, Stern- und Lichteraccessoires, Winzerglühwein, Kalender, Spieluhr, Backwaren und weitere mit Liebe und Kreativität zubereiteten Überraschungen wanderten durch Fautenbach. Sie fanden offene Herzen und große Dankbarkeit, was auch die Reaktionen in den digitalen Kanälen des Musikvereins bewiesen. Die Vorstandschaft dankte Franziska Ganter für Organisation.

Die besten Wünsche

für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gelingendes 2021 schicken auf diesem Weg der Musikverein und der Förderverein. „Leider hat uns die Pandemie häufig einen dicken Strich durch die musikalische Rechnung gemacht“, blicken Theresa Bauer und Roland Burst auf ein Jahr zurück, das in die Musikvereinsgeschichte eingehen wird. „Herausragend waren ganz klar das Konzert von Perplex im Wagensaal und unser Klappstuhlkonzert.“ Das Vorstandsteam dankt im Auftrag des Vereins allen, die sich im Verlauf des Jahres unterstützend eingebracht haben. Die „Musik fürs Dorf“ in Form des Balkonmusizierens konnte man in der ersten Lockdown-Phase sehr gut umsetzen. Jetzt, in der dunklen und kalten Jahreszeit, sind es nur noch wenige Musikerinnen und Musiker, die sich öffentlich ans Instrument wagen. Aber die Musik kommt von Herzen. Wie das Vereinsleben im neuen Jahr weitergeht, steht in den berühmten Sternen. Herausfordernd wird es allemal.

Nur Ensemble-Musik ist möglich

Große Erleichterung: Trotz des harten Herunterfahrens des gesellschaftlichen Lebens, darf im Gottesdienst weiterhin Live-Musik gemacht werden. Die Vorschriften dazu sind eindeutig formuliert und daran kann sich der Musikverein auch halten. Deshalb wird am zweiten Weihnachtsfeiertag (leider) nicht die ganze Musikkapelle aufspielen. Unter der Gesamtleitung von Jürgen Mehrbrei tritt ein Sextett auf, das direkt vor der Orgel im Halbkreis genügend Platz hat. Neben drei Instrumentalwerken erklingen Weihnachtslieder, die ausschließlich von der Kantorin und aktiven Musikerin Amira Vollmer am Ambo gesungen werden – stellvertretend für die Mitfeiernden. Eine seltene Solobesetzung ist im Gottesdienst auch zu hören – Flöte und Tuba. Sandra Wieber und Jürgen Mehrbrei haben sich von Johann Sebastian Bach das Werk „Bourrée“ zurechtgelegt.

Wichtel-O-Mat ist im Einsatz

Die Vorzeichen für weitere (oder endlich einmal stattfindende) musikalische Aktivitäten verschlechtern sich. Doch die Musiker aus Fautenbach lassen sich nicht kleinkriegen. Innerhalb der Aktivenkapelle läuft gerade die Einladung zum „Weihnachtswichteln“. Organisatorisch liegt alles in den Händen von Klarinettistin Franziska Ganter (Foto: privat). Sie bedient sich eines digitalen Helfers, eines Wichtel-O-Mats. Über dieses Computerprogramm meldet sie alle Teilnehmer an. Dadurch bleibt anonym, welche Musiker welchen Kolleginnen und Kollegen ein Geschenk kurz vor Weihnachten vor die Haustüre stellen dürfen. Auf jeden Fall wird es viel Spaß machen, dabei zu sein und ein wenig vom Frust nehmen, musikalisch auf die Bremse treten zu müssen. Wobei – am Sonntagabend dürfte man wieder die eine oder andere Adventsmelodie beim „Balkonmusizieren“ hören können.