Lebendiges Adventskonzert der bläserjugend

Alle Jahre wieder. Am ersten Advent lädt die Bläserjugend des Musikvereins Fautenbach zum Vorspiel ein. Rund 100 Kinder und Jugendlichen putzten sich am Sonntag heraus. Im großen Teil der kreativ adventlich dekorierten Festhalle kamen sie zuversichtlich auf die Bühne. Meistens begleiteten sie die Ausbilder oder Ensembleleiter. Erwartungsfrohe Blicke der Eltern, von Opa und Oma oder Geschwistern. Während manch kleines Geschwisterkind voller Elan durch die Bestuhlung düste und die adventliche Spannung etwas strapazierte glänzten die Instrumentalisten. Die Kleinsten von den „MiMuMäusen“ winkten ohne Scheu ihren Fans zu, bevor die Weihnachtsbäckerei und das Schneeflöckchen kräftig besungen wurden. Frank Hodapp begleitete am Piano, Petra Kopp unterstützte die Vier- bis Fünfjährigen bei der Choreografie. Zarte Töne von den Blockflötisten (Leitung Laura Zink), die zahlenmäßig etwas reduziert zurechtkommen mussten. Es gibt halt noch viele weitere Termine und Verpflichtungen am ersten Adventswochenende. Thomas Neuberth war sichtlich zufrieden mit seiner Bläserklasse. Drei Flötistinnen, eine Klarinettistin und zwei Jungs an der Trompete bliesen und stampften was das Zeug hielt. Hier spürt man sofort, dass der wöchentliche gemeinsame Unterricht in der Schule und auch Einzelunterricht seine Früchte trägt. Spontanität forderte Roland Burst ein. Der Chef des Vororchesters, seit einem Jahr sind auch Önsbacher Kinder in Fautenbach dabei, musste kurzfristig 50 Prozent Personalausfall kompensieren. Er rekrutierte kurzerhand frühere Mitglieder. Die Verantwortung für das Vororchester haben auch Claudia Lederer, Petra Kopp und Sandra Wieber. Dann wurde es schwarz auf der Bühne. Mit dieser T-Shirt-Farbe trat die Jugendblaskapelle Fautenbach-Önsbach (Verena Bahls) auf. Allein die Literaturauswahl demonstriert den großen Sprung in die letzte Orchesterversion vor dem Eintritt in die Musikkapelle. Die Elf- bis 18-Jährigen ließen unter anderem den „King of Pop“ Michael Jackson lebendig werden. Für Milena Lang und Liam Devermann wird der Nachmittag in guter Erinnerung bleiben. Sie empfingen ihr Juniorabzeichen. Das ist eine erste Leistungsprüfung im Rahmen der Jungmusikerleistungsabzeichen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände. Neben einem Vorspiel büffelten die beiden auch Theorie, wobei sie hier von den Jugendleiterinnen Carolin Serr und Janina Steinhöfel unterrichtet wurden. Diese beiden waren zum dritten Mal für die Durchführung des Adventskonzertes verantwortlich. Bravourös hielten sie die Strippen in der Hand, organisierten im Vorfeld Präsente, kleine Häppchen, Getränke für die Pause, den Auf- und Abbau. Fazit: Alle Jahre wieder ein voller Erfolg für die Musikverantwortlichen in Fautenbach.

 

Beim Adventskonzert traten rund 100 Kinder und Jugendlichen auf. Milena Lang (2.v.l.) und Liam Devermann (daneben) erhielten das Juniorabzeichen von den Jugendleiterinnen Carolin Serr (r.) und Janina Steinhöfel.

 

 

 

 

Die Kleinsten, die "MiMuMäuse", eine Kooperation zwischen Kindergarten, Kirchenchor und Musikverein, sangen voller Eifer und machten Bewegungen dazu.

 

 

 

Ferienprogramm

„Das Ferienprogramm heute war prima!“ Dieses Fazit zog Verena Bahls, die Leiterin der Jugendblaskapelle Fautenbach-Önsbach zum Angebot des Musikvereins im Rahmen des Acherner Ferienprogrammes. Mit den Leiterinnen der Bläserjugend, Carolin Serr (l.) und Janina Steinhöfel (r.), ging es ums Instrumente basteln. Genauer gesagt wurden aus Tontöpfen mit Kreativität, Dekorativem und Kleister Trommeln und Regenmacher geschaffen. Klar, dass dann die frisch gebackenen Waffeln lecker schmeckten. „Es hat allen gut gefallen und alle haben sich gut verstanden“, weshalb Verena Bahls nächstes Jahr wieder dabei sein möchte.

Musikvereinsausflug Trier 2018

Im Kreuzgang des 1700 Jahre alten Trierer Doms (Weltkulturerbe) endeten Stadt- und Domführungen für die Musiker beim Jahresausflug. Vorbereitet und durchgeführt vom Förderverein erlebte die Schar majestätitsche römische Spuren (Porta Nigra, Amphitheater) in der ältesten Stadt Deutschlands. Der Trierer Weinpfad mündete nach atemberaubenden Steillagen im Weingut Deutschherrenhof mit Verkostung (Schwerpunkt Riesling). Nach Fußmarsch in die Altstadt taute man im Bitburger Wirtshaus bei Heißem und Leckerem so richtig auf. Lachen und Fröhlichkeit begleiteten die Fautenbacher bis in die tiefe Nacht. Wer wollte, konnte die Faszination einer Eucharistiefeier im Dom mit Mädchenchor und ganz viel Weihrauch erleben.

 

 

Neue JBK'ler

Der nächste Schritt im „Musiker-Leben“ ist vollbracht. (v.l.) Milena Lang, Melanie Bergholz, Feline Gelbling, Victoria Lott und (nicht auf dem Foto) Liam Devermann sind ab sofort in die Jugendblaskapelle Fautenbach-Önsbach aufgenommen.

 

 

 

Rückblick Ziwwlfest 2018

Fautenbacher Küchenfee spendete sechs Torten

Liebe Musikerinnen und Musiker, ein dreifachkräftiges Ziwwl – scharf, Ziwwl – scharf, Ziwwl – Fest! auf eure Unterstützung und ein grandioses Ziwwl-Fest 2018!“ So beginnt der schriftliche Dank an alle Aktiven des Musik- und Fördervereins. Die Verantwortlichen zogen bereits am Sonntagspätabend bei der Abschlussansprache ein äußerst positives Fazit des 35. Kult-Festes und schrieben es dann an alle. Um in der Fußball-Derby-Sprache zu bleiben, war das ein 6:1-Sieg fürs Ziwwl-Fest. Das war den Gästen zu verdanken, die treu von nah und fern kommen und gern auch lange bleiben. Auch der Rückbau verlief rekordverdächtig – um 18 Uhr sah man am Montag von einem Festbetrieb nullkommanull. Neben den vielen Personen aus der großen Musikerfamilie ist sich das Ziwwl-Fest der Mithilfe etlicher Menschen sicher. Beispielhaft für alle sei die Freiwillige Feuerwehr, Ortsgruppe Fautenbach, genannt. Ebenso die Personen, die tolle Kuchen und Torten backen – eine Fautenbacherin überraschte mit sechs Torten. Wer beim Gang über den Friedhof an manchen Gräbern eine Zwiebel liegen sieht, weiß, dass die verstorbene Person mit dem Ziwwl-Fest oder dem Musikverein zu tun hatte. „Auch in dieser Form erinnern wir uns an die gemeinsame Zeit“, heißt es von den Verantwortlichen.

 

Der Riesen-Ziwwlzopf ist in Wangen

Das Vororchester (Leitung Roland Burst), die Blockflötisten (Laura Zink, Sandra Wieber) sowie die Bläserklasse (Thomas Neuberth, Franz Schindler) gestalteten den Samstagnachmittag. Siegreiche Grundschüler beim Sackheben sind: 1. Klasse Mika Sucher (1.), Felix Meißner (2.), Leandro Seifermann (3.), 2. Klasse Ziva Bauer, Silas Gröger, Chiara Litterst, 3. Klasse Jakob Armbruster, Elias Burgert, Mila Sucher, 4. Klasse Laetitia Schindler, Alex Grasmick, Benedikt Stiebitz. Die meisten Fans versammelte die 2. Klasse um sich (Fanpreis). Freunde der Oberkrainer und Böhmischen Blasmusik aus dem Elsass lockte das „Elsass Quintett“ zum Konzertabend. Deshalb schnellte der Verzehr von Schwarzwälder Kirschtorten am Samstagabend in die Höhe. In Höchstform lief bei diesem Konzert auch Berthold Schick mit seiner Formation auf. In Wangen am Bodensee hängt nun der 1,11 Meter langen Bülle-Zopf (die Seehasen sagen Bülle zur Zwiebel). Hildegard Längle hat die Königinkrone auf für ihre 1007 Gramm schwere Zwiebel, gefolgt von Peter Stiebitz (933) und Milena Lang (682). Beim Sackheben der Vereine traten sieben an und die Fautenbacher Narrenzunft holte den Wanderpokal. Ganz in weiß wird Iris Dilzer unterwegs sein, denn das gewonnene Rad hat diese Farbe. Alle 40 Preise sind schon verteilt.

 

Mit 1,11 Meter Länge hatte Franz Sucher (r.) einen Zopf in den badischen Zwiebelfarben rot und gelb gebunden. In einer spannenden Versteigerung gelang dem Flügelhornisten Christof Schweizer aus Wangen am See der Zuschlag für das Prachtexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Begeisterte Grundschüler lieferten sich spannende Wettkämpfe, um die Sieger der vier Klassen beim Sackheben herauszubekommen. Hier die Ersten und die Platzierten (von vorn nach hinten).