Eingeladen sind die Zweit- bis Viertklässler

Was, wer, wie, wo, wann? Die Antworten auf die „W-Fragen“ gibt’s rund um das Musizieren im Fautenbacher Musikverein beim Schnuppertag am Samstag, 17. Juli, 9.30 Uhr, im Probelokal (Anbau Festhalle). „So langsam kehrt wieder Leben und Begegnung in unseren Alltag ein“, heißt es in der Einladung des Jugendleiterteams. Nina Decker und Martin Längle haben die Zweit- bis Viertklässler von Fautenbach informiert und zum Ausprobieren eingeladen. Mit im Team ist Verena Bahls, Leiterin der Jugendblaskapelle. Bis 12 Uhr will man bei gutem Wetter draußen sein, ansonsten in der Festhalle und im Probelokal. Interessenten konnten sich bis 10. Juli unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Kurzentschlossene können jedoch gerne auch ohne Anmeldung dazustoßen. Und wer schon einmal „spickeln“ will, schaut vorher das Video  unter https://musikverein-fautenbach.de/index.php/blaeserjugend/blaeserklasse an.

Keine „dicke Luft“ während der Musikprobe

Der Fautenbacher Musikverein ist mit dabei, wenn es um die wissenschaftliche Auswertung „CO2-Messung während der Musikprobe“ geht. Es läuft ein Modellprojekt, das vom Bund Deutscher Blasmusikverbände und in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Institut für Musikermedizin umgesetzt wird. Kurzfristig kam die Information, dass nicht nur die Stadtkapelle Achern „gemessen“ wird, sondern auch andere Vereine. Deshalb nahm Theresa Bauer auf die Schnelle eine CO2-Ampel von Christoph Karle entgegen. Der Geschäftsführende Präsident des Bundes Deutscher Blasmusikverbände war am Donnerstag letzter Woche auf Auslieferungstour dieser Messgeräte. Bis zum 5. Juli musste man die Messergebnisse übermitteln. Die Musikprobe fand in der Festhalle statt, abgetrennt von der kleinen Halle („Wir danken den Freizeitsportlern, dass sie aufs Training verzichten und wir proben können“, so Vorstand Roland Burst). Alle Fenster waren geschlossen, ebenso die Türen. Trotz gutem Probebesuch, exakt 30 Musikanten saßen mit entsprechenden Abständen in Konzertformation, zeigte die Ampel, die mittendrin platziert war, ein Dauergrün. Erst bei der Aussprache am Ende der Probe ging die Luftqualität etwas in die Knie und ein Gelb leuchtete. Das war die erste Warnstufe. Aber die Probe war sozusagen schon aus. Anhand der Raum- und Messdaten können die Wissenschaftler Rückschlüsse auf eine mögliche Virenkonzentration treffen. Wenn die wissenschaftliche Arbeit beendet ist, hoffen alle Vereine, dass es eine Handreichung geben wird, wie man die künftige Probenarbeit optimal organisieren kann. Neben den technischen Daten wurden alle anwesenden Musikanten und auch diejenigen, die nicht in der Probe waren, gebeten, „Sozialdaten“ zu melden.

Sind sehr zufrieden mit der Messung: Die CO2-Ampel erfasst den Anteil von Kohlendioxid in der Festhalle während der Musikprobe. Theresa Bauer und Roland Burst können ein „grünes“ Ergebnis an die Wissenschaftler nach Freiburg melden. Foto: Musikverein

Auch das 38. Ziwwl-Fest wird anders

Der Beschluss des Musikvereins, das Ziwwl-Fest zu feiern, wurde in der Vorstandssitzung kürzlich getroffen. Die Musiker werden leider nicht so umfangreich festeln können, wie 36 Mal zuvor. Es gibt eine reduzierte Variante, die auf der Erfahrung vom letzten Jahr basiert. Schon letztes Jahr, beim 37. Ziwwl-Fest, musste man das Programm stark kürzen und bot als Schwerpunkt das Ziwwl-Fleisch zum Abholen an, was auch sehr gut genutzt wurde. Dadurch konnten viele Menschen einen Hauch von Ziwwl-Fest zu sich nach Hause holen. Details für den Sonntag, 10. Oktober, will man noch festlegen. Fest steht, dass die Ziwwl-Fest-Küche ein spezielles Angebot machen wird.

Wenn die Vorschriften es erlauben, soll am Sonntag, 10. Oktober, die Blasmusik beim Ziwwl-Fest spielen. Die Musiker planen einen Ziwwl-Fest-Hock im Freien. Aber Konkretes kann man erst ziemlich kurzfristig vereinbaren. Die Sehnsucht nach Live-Musik ist jedoch groß. Foto: Musikverein

Endlich wieder Musikprobe

Endlich wieder die Freunde treffen. Dafür nimmt die Jugendblaskapelle auch das Testen in Kauf. In toller Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein Fautenbach holten sich die jungen Leute ihr Negativ-Ergebnis. „Immer eine Stunde vor der Probe wird getestet“, erklärt Dirigentin Verena Bahls. Manche brachten ihren Schultest mit in die ZG Önsbach, wo dann „Wunschkonzert“ angesagt war: „Die Kids durften sich Stücke wünschen.“

Musikverein ist beim Modellprojekt dabei

Instrumente abstauben, Ansatz aufbauen, regelmäßig üben – so bekommen die Musiker wieder ein Gefühl für das Hobby, das so lange brachlag. Voraussichtlich im Freien wird am Donnerstag, 17. Juni, 20 Uhr, die erste Probe nach der langen Zwangspause stattfinden. Die Musiker haben ein klares Ziel: Am Sonntag, 25. Juli, 11 Uhr, wird es ein kleines Platzkonzert geben. Der Termin resultiert aus der städtischen Initiative, im Rahmen eines Modells die Blasmusik wieder mit Leben zu erfüllen. Alle Acherner Musikvereine sind dabei, wenn in allen Stadtteilen „d’Blosmusik spielt“. Details folgen.

Die Wissenschaft schaut drauf

Das Modellprojekt gibt die Möglichkeit unter wissenschaftlicher Begleitung mit anderen Abständen und Situationen zu experimentieren. Die wissenschaftliche Begleitung wird durch den Bund Deutscher Blasmusikverbände und das Freiburger Institut für Musikermedizin durchgeführt. Nach aktuellem Stand wird dabei ein Verein exemplarisch begleitet. Die Erkenntnisse können dann auf die anderen übertragen werden. Ziel ist es, praktikablere Lösungen zu finden für das Abhalten von Musikproben, unter anderem auch für die Wintermonate. Hierzu können mit den genehmigten Geldern CO2-Ampeln für die Vereine beschaffen werden. Auch der Fautenbacher Musikverein wird ein Gerät erhalten.