Theresa Bauer als Vorsitzende verabschiedet

Bei der Hauptversammlung des Musikvereins wurde die 32-jährige Theresa Bauer aus der Vorstandschaft verabschiedet. Sechs Jahre lang bildete sie mit Roland Burst das Vorstandsteam und „das hast du sensationell und souverän gut gemacht“, so Burst in seiner Laudatio. Gar 22 Jahre lang leitete Claudia Lederer das Finanzwesen des Vereins. Zuvor hatte die Finanzfachfrau vier Jahre lang bei Chefkassierer Richard Sucher hospitiert und davor die Musikerjugend vier Jahre lang in der Vorstandschaft vertreten. Ganz hängt sie ihr Wissen und Können nicht an den Nagel, denn im Förderverein übernimmt sie das Kassenwesen. Nach 16 Jahren als Beisitzerin endete für Heike Zimmer das Mitwirken in der Vorstandschaft. Die Schneidermeisterin habe seit 2006 mit Petra Kopp das Management für die Uniformen inne und immer wieder kreative Akzente bei Ziwwl-Fest und Konzert beim Dekorieren gezeigt. Robert Droll bleibt der Finanzwirtschaft des Vereins treu. Er wechselt nur die Seiten. Nach dreijähriger Kassiererverantwortung beim Förderverein ist er jetzt beim Musikverein „Herr des Finanzwesens“.

Dank für Ehrenamt: v.r. Theresa Bauer, Claudia Lederer, Roland Burst, Heike Zimmer, Robert Droll.

Foto: Musikverein

 

Förderverein sieht sich gut aufgestellt

In weniger als 30 Minuten vollzog der Förderverein des Musikvereins seine Hauptversammlung. In der Festhalle leitete Vorsitzender Daniel Hennig den zweijährigen Rückblick. Schriftführer Johannes Schneider listete 74 Mitglieder auf und blickte auf das 13. Ziwwl-Fest unter der Regie des Fördervereins, das als „to go“ in abgespeckter Form in 2020 realisiert wurde. Obwohl in 2021 keine Kontobewegungen stattfanden, berichtete Kassierer Robert Droll, dass man einen vernünftigen Zuschuss an den Musikverein übertragen konnte. Daniel Hennig schloss mit drei Bemerkungen: Er dankte Robert Droll für seine dreijährige Tätigkeit, war er doch bereits 2019 eingesprungen, als seine Vorgängerin Annik Obrecht aus beruflichen Gründen wegzog. Droll wurde zum Kassierer des Musikvereins gewählt und Claudia Lederer ist jetzt fürs Finanzwesen des Fördervereins zuständig. Seit zwei Jahren plant Clemens Burgert schon das Ziwwl-Fest und leitet die Durchführung. Er hat diese Aufgabe von Daniel Hennig übernommen. Dafür dankte Hennig dem Schlagzeuger, der am Abend aber verhindert war. Sozusagen das Fazit der Versammlung bildete der Satz: „Der Förderverein hat in 2020 und 2021 den Satzungszweck voll erreicht, nämlich die ideelle und finanzielle Förderung des Musikvereins.“ Ortsvorsteher Rainer Ganter freute sich über die eher stille Arbeit des Fördervereins, die aber umso wichtiger sei.

Förderverein des Musikvereins: v.l. Daniel Hennig, Johannes Schneider, Claudia Lederer

Foto: Musikverein

Äußerst seltene Ehrung für Gerhard Burgert

Bei der Hauptversammlung des Musikvereins am Freitag, 11. März, konnte man Zeuge eines „Applaus-Tsunamis“ werden: Die gesamte Versammlung erhob sich und klatschte frenetisch für Gerhard Burgert. Der 85-jährige „Kohlenwegler“ hatte kurz zuvor die Ehrennadel in Gold mit Diamant nebst Urkunde erhalten. Verdient hat er sie, weil er seit 1951, und demzufolge seit 70 Jahren, musiziert. Der Präsident des Acher-Renchtal-Musikverbandes, Klaus-Peter Mungenast, sprach davon, dass es ein ganz besonderer Abend sei. Fürwahr! Aus der Laudatio von Musikervorstand Roland Burst (r.) ging hervor, dass „unser Gerhard“ Flügelhorn, Bariton, Tuba, Tenorsaxophon und Alphorn, dazu noch Mundharmonika, Diatonische und Steirische und ganz früher die Blockflöte spielte. Dieses Instrumentenkarussell hält den Geehrten bis heute fit. Täglich übt er in seiner Kellerbar, in der schon viele „Musiker anders rauskamen wie sie reingegangen sind“, so Burst mit einem Lachen im Blick auf manchen 1. Mai-Tag. 27 Jahre lang wirkte Gerhard Burgert im Vorstand mit – als Schriftführer und Beisitzer. Theresa Bauer (l.), auch Vorsitzende, bedankte sich bei Klara Burgert mit Blumen. Die Ehefrau des Geehrten verwandelte beispielsweise lange Zeit ihre Küche in einen Ort, an dem man locker eine „Meerrettich-Kochshow“ hätte drehen können. Und zwar immer kurz vor dem jährlichen Ziwwl-Fest. Die Freundschaft zu Scherwiller liegt beiden Burgerts sehr am Herzen. Von 1967 an pflegen sie Kontakte zu einer Familie und natürlich zu Freunden der Harmonie Ste. Jeanne d’Arc, wie überhaupt der ganze Musikverein. Mit seiner Ehefrau legte Gerhard fast 30 Jahre lang nach dem Ziwwl-Fest eine Zwiebel oder einen Blumengruß an die Gräber der verstorbenen Musiker und Festhelfer. Ein ganz besonderer Dienst. Ortsvorsteher Rainer Ganter dankte dem Musikverein und seinem Förderverein für deren umfängliches Wirken „in unserem Dorf“. Für ihn sei der Musikverein eine große Familie, die harmoniere und somit gut funktioniere.

Hauptversammlungen

Hauptversammlung des Fördervereins

Am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr, wird die Versammlung in der Sport- und Festhalle Fautenbach stattfinden. Der Rückblick auf zwei Geschäftsjahre beinhaltet Tätigkeits-, Kassen- und Vorstandsbericht. Eine Satzungsänderung hat man vor und ein neuer Vorstand wird gewählt. Trotz der umfangreichen Tagesordnung will man um 20 Uhr fertig sein.

 

Hauptversammlung des Musikvereins

Im Anschluss an den Förderverein lädt der Musikverein zu seiner Hauptversammlung ein. Ab 20 Uhr hören Mitglieder und Interessierte an gleicher Stelle die Berichte. Es wird Ehrungen verdienter Musikanten geben und Vorstandswahlen.

Für die Teilnehmer beider Veranstaltungen gelten die tagesaktuellen Coronavorschriften.

„Schmotzige Dunschtig“

Freunde“ steht auf dem Shirt einer Fautenbacher Musikerin. Und als Freunde aus Fautenbach kam die Gruppe um Alexander Litterst (l.) am 23. Februar in Wangen (Bodensee) an. Die Gastfreundschaft der „Seehasen“ war wie immer großartig. Der „Schmotzige Dunschtig“ der Narrenzunft „Mondfänger“ hat im Dorf auf der Halbinsel Höri große Tradition. So zog man „in aller Herrgottsfrühe“ zum Wecken durch das Dorf – bei bitterer Kälte. Durch die aktuellen Abstandsregeln musste sehr viel in Distanz geschehen. Trotzdem waren alle Fautenbacher begeistert ein Teil der Narrenmusik: bei den Handwerkerstationen, wo es zu essen und zu trinken gab, bei der Kindergartenbefreiung, beim Sturm auf das Rathaus und beim Stellen des Narrenbaums. Der anstrengende Tag mündete in den abendlichen Hemdklonker-Umzug mit finaler Party im Freien. Voll mit Eindrücken, aber auch müde, kehrten die „Freunde“ am Freitag nach Fautenbach zurück. Von links Alexander Litterst, Tobias Ganter, Nadja Serr, Leonie Pfau, Thomas Ell, Maximilian Droll, Clemens Burgert, Lina Hartwig, Jonathan Roth, Antonia Kopp, Jasmin Wieber, Jule Reimann, Niklas Kiefer.