Sentier Gourmand

Kann eine Flaschenpost geöffnet 17 Jahre lang überleben? Ja. Zum 50. Geburtstag schenkte der Musikverein dem damaligen Ortsvorsteher Gebhard Glaser die Teilnahme am „Sentier Gourmand“ in Scherwiller. Dekorativ verpackt war das Geschenk in einer Flasche, weil der Beschenkte ja am Fautenbach wohnt und zum anderen es sich um eine kulinarische Weinwanderung drehte. Viele Gründe verhinderten das Einlösen des Präsentes. Doch jetzt, im Ortsvorsteher-Ruhestand, sagte Gebhard Glaser mit Ehefrau Iris (r.) zu. Ein Sextett des Musikvereins begleitete die „Delegation Gebhard Glaser“, mit dabei Ortsvorsteher Rainer Ganter und Ehefrau Marianne (l.) sowie Leopold und Gundel Lorenz (nicht auf dem Foto). Bernard Martin assistierte mit der Elsässischen Weinkönigin und der Weinprinzessin den Fautenbachern, ebenso Maire Olivier Sohler. Bei der 23. Auflage des „Sentier“ waren nach Angaben des Veranstalters rund 2.700 Teilnehmer auf der sechs Kilometer langen Promenade an acht Stationen unterwegs.

Hochzeit Clemens und Nicole

Clemens Burgert (Schlagzeuger und Trompeter des Musikvereins) und Nicole Knobelspieß (Flötistin des Musikvereins Wangen) heirateten in Fautenbach und der Musikverein gestaltete das klingende Begleitprogramm im Freien. Unter dem Dirigat von Carmelo Scalisi erklangen sieben Titel - „Zwei Herzen“ war einer davon und Vorstand Roland Burst griff das Thema in seiner Ansprache auf, dankte Beiden für ihr tolles Engagement im Fautenbacher Musikverein und überreichte das symbolische „Sandkasten-Spielzeug“. Mit einem leckeren Schnitzelessen klang für 35 gratulierende Musiker dieser Festtag aus. Im September ist die kirchliche Trauung in Wangen.

Ziwwle

In großen Schritten naht das Ziwwl-Fest am 12. und 13. Oktober. Unter anderem ernteten Manfred Burgert (l.) und Franz Sucher Zwiebeln mitsamt dem Kraut. Die roten und hellen Knollen werden nach dem Trocknen und Säubern zu den beliebten Zwiebelzöpfen geflochten.

Uniform

Seit über 30 Jahren trägt der Musikverein die Halbtrachten-Uniform mit dem Fautenbacher Mühlsteinwappen auf dem linken Oberarm der Trachtenjacke und auf der linken Seite der roten Weste. Jetzt wurde kräftig investiert, denn manche Musiker sind aus den Größen gewachsen oder neue kamen hinzu. Obwohl mit Kameraden getauscht werden konnte belief sich das Investitionsvolumen auf einen satten fünfstelligen Betrag. Der Aufwand kann deshalb finanziert werden, weil der Musikverein seit längerem eine Rücklage speziell für seine Textilien gebildet hatte.

 

MVF in Egelfingen Emmerfeld

Das frisch vermählte Ehepaar Sarah und Michael fühlte sich beim Musik-Marathon in Egelfingen sehr wohl. Es war ja das Hochzeitsgeschenk der Musiker, das sie im modernen Reisebus zu diesem Event führte, natürlich all inclusive. Dass Sarah die Musik im Blut hat, stellte sie aktiv im Schlagzeugregister unter Beweis. Beim Musikverein Kappelwindeck spielte sie ganz früher einmal Klarinette verriet sie den staunenden Musikkameraden. Jetzt hat sie der Alltag wieder. Während Michael bereits wieder an der Deutschen Schule in Nairobi unterrichtet, darf sie erst zum Jahresende nach Kenia nachreisen.

 


Nach dreistündiger Anreise lag das kleine Egelfingen auf der Schwäbischen Alb mit herrlicher Streuobstwiese als Festplatz vor den Fautenbacher Musikern. Klar, dass die Badische Fahne übergroß Einzug hielt, am Bühnengeländer festgezurrt wurde und kräftig die badische Nationalhymne geschmettert und gesungen wurde. Viele Solisten hatte Jürgen Mehrbrei aufgeboten, um den interessierten Zuhörern gute Unterhaltung zu bieten. Und das gelang ausgezeichnet. Dank der herzlichen Gastfreundschaft der Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld fehlte es der Musikerschar auf der Bühne an nichts. Ein besonderes Lob gilt Claus Fritz. Es bestand immer wieder die Möglichkeit, die badische Heimat, natürlich das Ziwwl-Fest aber auch den Meerrettich, die Zwetschgen und andere Spezialitäten zu erklären, weshalb auch das Gastgeschenk mit repräsentativen Zutaten gefüllt war. Vorstand Matthias Metzger erzählte später: „Bis ich mit den Zwetschgen am Ende des Festgeländes ankam, waren fast alle weg. So gut schmeckten die.“ Musiker und Obstbauer Karl Lorenz hatte auch für die Busfahrt von der Sorte „Toptaste“ dabei. Sie schmeckten süß und würzig.

 

 


Überraschung für die Fautenbacher. Plötzlich stand Marianne Sammet geb. Weber (s’Romane) aus Jungnau auf der Bühne. Sie las in der Zeitung vom Gastspiel der Fautenbacher. Dann war klar, dass sie mit Ehemann Oliver mit dem Rad auf die Alb hochstrampeln wollte. Im Zwiegespräch mit Jürgen Mehrbrei erfuhr man Persönliches, unter anderem ist sie seit 17 Jahren in Jungnau verheiratet. Das Hallo mit vielen Bekannten und Nachbarn war groß und man konnte sich in der Pause noch kurz unterhalten.