Die Vorfreude auf das 38. Ziwwl-Fest (Hock) am Sonntag ist groß

Bis zehn Sonnenstunden erwartet / Fest auf dem Vorplatz der Sporthalle

Wer pünktlich zum 6. Oktober seinen Meerrettich mit Rindfleischklößen oder sein Ziwwlfleisch mit Spätzle bestellt hat, bekommt es auch; entweder zum Abholen oder zum Verzehr beim Hock. Da die Wetterprognosen stabil auf „keinen Regen“ stehen, werden auf dem Vorplatz der Sport- und Festhalle Sitzgelegenheiten aufgebaut. Diese Festvariante ist in der 38-jährigen Geschichte des Ziwwl-Festes einmalig und wird am Sonntag, 10. Oktober, von 11 bis 14 Uhr dauern. Der Eintritt ist natürlich frei. Das mit der Stadtverwaltung abgestimmte Hygienekonzept schreibt vor, dass der Aufenthalt auf dem Festgelände nur mit 3G möglich ist (geimpft, genesen oder getestet), ebenso sind die Kontaktdaten zu hinterlegen (Luca-App, Formular). Es besteht keine Maskenpflicht. Nur wer seine Essen abholt, muss eine Maske tragen, unterliegt jedoch nicht der 3G-Regel.

Beste Unterhaltung serviert „Nimm 3“ (Erik Sucher, Maximilian Vollmer, Carmelo Scalisi) von 11 bis 14 Uhr.

Unter der Regie von Franz Sucher wurden Ziwwlzöpfe hergestellt, die bereits ausverkauft sind. Am Sonntag gibt es noch Ziwwl-Männle und beschriftete Baumscheiben für eine Spende für die Jugendarbeit des Musikvereins.

 

Auf die Teller, fertig, guten Appetit

Ohne Vorbestellung warten Spätzle mit Käsesoße und Ziwwle, Bratwurst mit Weck, Steak mit Ziwwle im Weck auf hungrige Mäuler. Entsprechend der Jahreszeit kann man Reißer oder Süßer (Weingut Julius Renner) trinken oder Ulmer Export vom Fass bekommen und natürlich Alkoholfreies. Wichtig: zuerst einen Bon an der Kasse kaufen, denn es ist Selbstbedienung.

 

Bestellte Essen

In diesem Jahr findet im Dorf kein Lieferservice statt. Wer das Essen für den Verzehr zuhause abholt, muss die vom Verein gestellte Menüboxen aus Zuckerrohrfasern, die biologisch abbaubar und kompostierbar sind, verwenden, kann also kein eigenes Geschirr mitbringen.

 

Zwiebeln leiden nicht unter Corona

Von allem Corona-Rummel unberührt bleiben die Zwiebeln, die sich um den Titel der Ziwwlkönigin bewerben. Diese wuchsen auf Fautenbacher Gemarkung, so die Vorschrift, und ihre „Züchter“ bringen ihr schwerstes Exemplar am Sonntag von 11 bis 12 Uhr vor die Festhalle. Janina Steinhöfel und Wolfgang Mark nehmen die Kandidatinnen in Empfang, wiegen und verkünden um 13 Uhr die Siegerin mit Verleihung der Preise (von Landhandel Lorenz). Die Voraussetzung für eine gute Ernte gab Alois Burgert. Er zog 200 Setzlinge und verschenkte sie im Auftrag des Musikvereins an potenzielle Züchter. Was denen bei dem diesjährigen feuchten Sommerwetter gelang, wird sich also beim 38. Ziwwl-Fest zeigen.