Eiserne Hochzeit

Einen ganz besonderen Grund hatte Theresa Bauer (l.), um ihre Großeltern Anna und Gerhard Droll zu besuchen. Die Vorstandsfrau des Musikvereins gratulierte zur Eisernen Hochzeit. Normalerweise hätten Musikklänge den Glückwunsch verziert. Doch die Rentnerbänd wird unter der Leitung von Sohn Joachim Droll dem Ehrenvorsitzenden und seiner Ehefrau zu einem späteren Zeitpunkt ein Ständerle spielen. Die Enkelin trat übrigens in die Fußstapfen ihres Opas. Dieser war auch Vorstand des Musikvereins. 23-jährig ging er 1957 an den Start, war davor fünf Jahre lang Schriftführer, und brachte in den 13 Jahren seiner Vorstandszeit viel Neues auf die Beine: neue Uniform (1959), erste Altmaterialsammlung (1963), erste Satzung (1966), Jugendausbildung. Im Duett mit seinem Vize Alois Späth und unterstützt von Schriftführer Gerhard Burgert und Kassier Erwin Manz ging es mit dem Musikverein gut voran. Jungdirigent Ludwig Manz übernahm die musikalische Führung. Gerhard Droll trägt übrigens alle Auszeichnungen des Bundes Deutscher Blasmusikverbände für langjährige aktive Musikerzeit. Der Protokollbucheintrag über den Hochzeitstag, den 3. Mai 1956, lautet übrigens so:

Hochzeit des aktiven Musikers Gerhard Droll. Die Kapelle begleitete den Hochzeitszug unter Marschklängen zur Kirche und verschönte dort die Trauung mit einem Musikvortrag unter Leitung von Hauptlehrer Fürderer. Anschließend Frühschoppen mit Vesper im Eichberg. Abends war die Kapelle ebenfalls wieder eingeladen und sorgte durch ihr Spiel für Unterhaltung und gute Stimmung.“